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Das kranzt du dir auch selber machen!

19.3 2019 // Leseprobe aus Ausgabe 17

Das kranzt du dir auch selber machen!

HOPPLA, SCHON WIEDER ADVENTSZEIT? ZUM GLÜCK IST KATHRIN JÄGER MIT UNS IN DEN WALD GEGANGEN UND HAT IM HANDUMDREHEN KLEINE UND GROSSE KUNSTWERKE GEZAUBERT, DIE ZUM NACH- UND SELBERMACHEN EINLADEN!

Gut eingemummelt ziehen wir an einem Spätherbsttag in ein kleines Waldstück von Freunden. Unsere Jungs (beide sechs) haben noch in ihren Spielzeugkisten gewühlt, denn schließlich geht es heute darum, Material für einen Adventskranz zu sammeln und ihn direkt vor Ort so weit wie möglich fertig zu machen. Expertin ist Kathrin Jäger. Ihre Leidenschaft: Aus scheinbar unscheinbaren Dingen Schätze zu zaubern – ob das alte Möbel sind, die sie neu herrichtet, oder eben ein Adventskranz aus dem, was wir alles so im Wald finden.

„Jihaaaa!“ Die beiden Jungs sind vorgerannt und hängen wie Tarzan an der ersten Liane. Genau danach suchen wir. Die „Ernte“ kann beginnen. Ehrlich gesagt, sieht das Material ziemlich störrisch aus. „Achte drauf, dass es nicht schon zu trocken ist, sonst kann man es nicht mehr formen“, rät Kathrin. Gemeinsam mit den Kindern ziehen und zerren wir meterlange Lianen aus dem Unterholz. Was für ein Spaß! Wenn nichts mehr geht, zücken wir unsere Gartenscheren und Schnitzmesser und trennen unser Rohmaterial ab. Auf einer Lichtung legt Kathrin los – und ich versuche es nachzumachen. „Die erste Liane sollte so lang sein, dass Du sie zweimal in der gewünschten Größe im Kreis legen kannst.“ Die zweite Runde wird um die erste gewickelt und so geht es immer weiter. Erstaunlich, wie schnell der Kranz wächst, allerdings habe ich unterschätzt, wie viel Material man braucht. Ich muss nachernten, doch nach einer Stunde sind unsere Kranzrohlinge fertig. Die Kinder bringen mit, was sie noch im Wald gefunden haben: Tannenzweige und -zapfen, eine Tüte mit Eicheln, Moos und Äste. Ein paar Dinge hat Kathrin noch dabei: „Was man in den Kranz wickelt oder steckt, ist Geschmackssache.“ Ihr Tipp: „Übertreibt es nicht. Überlegt Euch drei bis vier Dinge, die Ihr einflechten wollt, und fertig. Mit denen dann aber nicht sparen. So wird der Kranz richtig üppig, aber farblich nicht zu wild.“ Wir binden unsere beiden Kreationen kurzerhand zusammen – der entstandene XXL-Kranz sieht am hölzernen Gartenzaun später fantastisch aus. Die Jungs platzieren noch ihr Reh: „Passt so.“ Einen weiteren Rohling umschlingt Kathrin mit Stechpalme, Zapfen und den Enden eines verzwirbelten Astes. „Erlaubt ist, was gefällt“, sagt sie. „Traut Euch ruhig, zu experimentieren. Von Hirschgeweihen bis Teetassen als Kerzenhaltern ist alles möglich. Vor allem bei einem liegenden Kranz kommt man ohne Draht aus – was nach einer Woche nicht mehr gefällt, zupft man wieder raus und dekoriert neu. Und nächstes Jahr ist Euer Rohling immer noch zu gebrauchen und Ihr könnt ihn einfach neu schmücken.“

In Lezter Minute ...

DAS BRAUCHT IHR

  • 3 Handvoll Moos
  • 4 gebrauchte Dosen
  • 4 weiße Haushaltskerzen
  • 1 Eimer Sand oder Steinchen
  • 1 Stück Kreide
  • etwas Tafelfarbe
  • 1 Blatt feines Schleifpapier
  • 1 Pinsel
  • eine Rolle Kreppband

SO GEHT’S

Dosen reinigen, Oberfl äche mit Schleifpapier anrauen. Mit dem Kreppband vier Rahmen abkleben, mit Tafelfarbe ausmalen und trocknen lassen. Das Kreppband entfernen und mit Kreide die Zahlen 1 bis 4 draufschreiben. Anschließend die Dosen zu zwei Dritteln mit Sand befüllen, je eine Kerze hineinstecken und mit Moos umlegen. Wer es weihnachtlicher mag, legt Stechpalmblätter, Eicheln oder kleine Christbaumkugeln dazu.

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