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Ein Herz für junge Wilde

16.3 2020 // Leseprobe aus Ausgabe 22

Ein Herz für junge Wilde

Vom Onlineshop zum Weinkeller: In der Heimatbude gibt es ab sofort eine Riesenauswahl an Superweinen von Badens jungen Winzern. 

Da haben wir uns ja was vorgenommen: die größte Auswahl von Badens jungen Winzern unter einer Adresse versammeln, Starthilfe für die Stars von morgen geben und Heimatfreunden im Schwarzwald neue Genusswelten offenbaren. Vorher aber müssen wir uns durch die Proben arbeiten. Wieder stehen heute Abend 40 Flaschen auf dem Tisch. Jede einzelne ist zu verkosten, zu bewerten und wird intensiv diskutiert. Mit dabei: #heimat-Herausgeber Ulf und Susanne Tietge, Chefredakteur Stephan Fuhrer und als Projektleiterin Adrienne Streif, die als Badische Weinprinzessin a. D. kompetent durch den Abend führt.

„Wir sind echt immer wieder überrascht worden“, meint Stephan Fuhrer hinterher. „Wahnsinn, wie gut die meisten Weine waren und wie innovativ unsere jungen Winzer arbeiten. Da schlummern für viele Kenner noch unbekannte Schätze vor der eigenen Haustür.“ Drei Verkostungsabende später sind die ersten 60 Weine identifiziert. „Zwischenzeitlich wurde aus dem Listungstrinken mitunter ein Leistungstrinken“, sagt Ulf Tietge und schmunzelt. „Aber es hat sich gelohnt!“

60 WEINE IN 5 KATEGORIEN

Die 60 neuen Weine sind im Onlineshop unter www.heimatbude.com in fünf Kategorien aufgeteilt: gute Weine für jeden Tag und für unter sieben Euro. Dann kleine Schätze und Spezialitäten, die sich jeder leisten kann. Leichte, spritzige Weine für die Terrasse oder wie man es neudeutsch sagt: Easy-Drinking-Weine. Außerdem alkoholfreie Alternativen wie der Rauschfrei von Max Bohnert oder die Winzerskind-Reihe von Nadine Braunecker mit Secco und Schorle. Separat gibt es eine Kategorie mit besonders guten Essensbegleitern zu Fisch, Fleisch oder auch exotischeren Aromen und ganz besondere Tropfen, die es meist in keinem Laden zu kaufen gibt und einen richtig aus den Socken hauen können …

IN KOOPERATION MIT DER GENERATION PINOT

Das neue Angebot in der Heimatbude entstand in enger Zusammenarbeit mit der Generation Pinot, einem Zusammenschluss von jungen Winzern aus ganz Baden. Mehr als 70 Mitglieder hat der Verein, darunter Winzer mit eigenem Weingut und solche, die noch eines bekommen wollen. Entwickelt aber wurde das Konzept von der Durbacher Winzertochter Adrienne Streif, die vor etwa zehn Jahren als Badische Weinprinzessin bekannt geworden ist und danach im Weinvertrieb für verschiedene renommierte Betriebe tätig war. „Auf dem Weinmarkt kriegst du nichts geschenkt“, sagt Adrienne. „Hinter den Kulissen tobt ein harter Kampf um Platzierungen und Regale. Gerade für junge Winzer, die noch keinen großen Namen haben und sich selbst vermarkten müssen, ist das oftmals sehr schwer.“ Auch das spielte bei der Zusammenstellung der Weinauswahl im Onlineshop eine Rolle. „Ambitionierte, ehrliche Genusshandwerker liegen uns bei #heimat Schwarzwald von jeher sehr am Herzen“, sagt Herausgeber Ulf. „Mit dem Junge-Wilde-Konzept haben wir die Chance, die nächste Generation von Anfang zu unterstützen und deren zum Teil großartigen Ideen einem breiten Publikum vorzustellen. Gleichzeitig bauen wir damit die Attraktivität unseres Schwarzwälder Onlineshops noch einmal deutlich aus.“

VON FRÜHBURGUNDER BIS CABERNET BLANC

Das Angebot ist breit sortiert und bietet eine Reihe seltener Spezialitäten: vom Frühburgunder über diverse Cuvées bis zum beeindruckenden Vier-Generationen-Wein von Familie Bohnert aus Oberachern mit stolzen 17 Prozent Alkohol. Dass die Generation Pinot auch außerhalb der Burgunderfamilie gut drauf ist, zeigen die jungen Winzer mit Riesling, Gutedel, Cabernet Blanc, Johanniter, Muskateller und Sauvignon Blanc. Und es gibt noch mehr: zum Beispiel den Petnat von Bettina Schumann aus Bahlingen am Kaiserstuhl. Für ihren gemischten Satz aus Chardonnay und Blauem Spätburgunder setzt sie auf Spontanvergärung bis etwa 10 Gramm Restzucker und füllt den Wein dann noch während der Gärung in Sektflaschen. In der Flasche reift der Petnat schließlich weiter und entwickelt natürliche Kohlensäure. Nach der Gärung verbleibt die Hefe als Oxidationsschutz in der Flasche, sodass auf eine Schwefelzugabe verzichtet werden kann. „Total verschickt“, sagt Adrienne Streif dazu. „Um einen Petnat hinzubekommen, muss man wirklich sehr sauber arbeiten.“ Bettinas Version sei ein mega-eleganter Perlwein mit viel Trinkfluss und sehr feiner Perlage. „Es macht mächtig Spaß, diesen Wein zu entdecken und ich bin gespannt, wie schnell er ausverkauft sein wird.“

Die beste Quote hatte dagegen Jochen Grahm aus dem Kraichgau, der uns fünf Weine vorstellte und mit allen fünf gelistet worden ist. Darunter die badische Interpretation eines Portweins, der Grenzgänger Pinot Blanc mit Trauben aus Baden und Württemberg sowie ein Schwarzriesling, der in der Champagne als Pinot Meunier zu Champagner verarbeitet wird.

ADRIENNES DIGITALE WEINPROBE

Zu Ulfs absolutem Lieblingswein avancierte aber der Vier-Generationen-Wein aus 2018 von Max Bohnert. Ein unfassbar dichter, hocharomatischer Rotwein, für den nur besonders extraktreiche Trauben von Hand geerntet worden sind. Sehr intensiv, mit Aromen von dunklen Waldfrüchten, Cassis und Rumtopf sowie einem Hauch Zartbitter: „Das ist für mich ein Wein, bei dem Spanier und Portugiesen neidisch werden!“ Insgesamt stammen die ersten 60 ausgesuchten Weine von 20 Weinbaubetrieben. Darunter auch Demeter-Betriebe wie Scherer-Zimmer, traditionsreiche Familienbetriebe wie das Weingut Koepfer, das Ettenheimer Weingut Weber oder das Weingut Karle, wo eine junge Generation neue Ideen verwirklicht.

In den nächsten Wochen wird Adrienne dann zu jedem Wein auch noch ein Video ins Netz und den Shop stellen, um Euch die edlen Tropfen genauer vorzustellen. „Im Grunde eine digitale Weinprobe“, sagt sie. „So kann man sich gut ein Bild machen und dann genau seine Favoriten bestellen. Ob nur eine Flasche oder gleich eine ganze Kiste: ganz wie es beliebt.“

BADENS JUNGE WINZER IM ONLINESHOP

sind zu finden unter www.heimatbude.com

 

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